menu button

FK_BB

 

Freyburg, Kirchplatz

Auftraggeber

Stadt Freyburg (Unstrut)

 

2011    Wettbewerb, 1. Preis
2015    Entwurf
2017    Fertigstellung

 

HOAI §38 LPH 1 – 9

 

ca.  4400 qm
ca.  1.76 Mio EUR

 

Der historische Stadtgrundriss Freyburgs, die umfassende Stadtmauer und eine Vielzahl von historischen Gebäuden wie auch die bildprägende Stadtkirche St. Marien haben sich bis heute erhalten. Das historische Bild der Innenstadt Freyburgs kannte innerhalb dem ansonsten von Mauern gefassten Quadranten nur zwei offene wie gemeinschaftliche Freiräume – den Marktplatz sowie den Kirchplatz. Hier knüpft die vorgeschlagene Neugestaltung an – einen Kirchplatz um den Dom als alter Ego des Marktplatzes vor dem Rathaus.

 

Aus dem wechselnden Standorten der Fußgängerperspektive heraus bildet die Kirche immer den zentralen Bildmittelpunkt. Der Fokus auf die Türme bietet notwendige Orientierung, die wechselnde Fassung jedoch erzeugt reizvolle Vielfalt. Diese Fassung wird Teil des Konzeptes, richtungweisend mit leicht ansteigender Perspektive vom Markt aus, eng fassenden vom Kirchtor aus oder grün rahmend von den Weinbergen aus betrachtet. Die Struktur und Materialität des Marktplatzes setzt sich über die Kirchgasse bis zum Kirchplatz fort. Während der Marktplatz jedoch traditionell steinern / stark befestigt war, gibt sich der Kirchplatz mit Blick auf seine frühere Nutzung als Gottesacker mit einem die Kirche rahmenden Pflasterspiegel zurückhaltender. Dieser rahmende Pflasterspiegel setzt sich bewusst vom sonstigen Stadtboden ab und wird aus dem vorhandenen historischen Kalksteinpflaster mit leicht vergrößerten Fugen erstellt. Das historische Material und der sich mittelfristig einstellende Grünschimmer erweist Kirche, Kirchenumfeld und der früheren Nutzung als Kirchhof besondere Referenz. Großgrün wird zurückhaltend und nur randseitig vorgeschlagen – der Blick auf Kirche Türme und Weinberge wird räumlich begleitet bleibt aber deutlich frei.

 

 

Fotos  |  © Hans-Wulf Kunze, Magdeburg