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Füssen | Neugestaltung Bahnhofsumfeld mit ZOB

1. Preis
 
Unser zusammen mit löhle neubauer Architekten Augsburg entwickelter Vorschlag für die Neugestaltung dieses wichtigen Eingangsbereichs von Füssen wurde von der Jury ausgezeichnet.
 

„Die Arbeit steht unter dem Motto „vom Nebeneinander zur Einheit“ und beschreibt damit eine sehr klare und eindeutige Reaktion auf die heutigen Missstände:
Durch eine gut gegliederte und durchdachte Strukturierung der Flächen wird zum einen eine über-zeugende Verbindung zwischen dem neuen Bahnhofsplatz und dem Von-Freyberg-Park hergestellt, zum andern werden die beiden Bereiche aber in ihrer Eigenständigkeit betont. Die geplante Überdachung trägt dazu auf sinnfällige Weise bei, indem sie als „Wandelhalle“ mit großzügigem, nach bei-den Seiten ausgerichtetem Wartebereich die Nahtstelle akzentuiert und durch gut gesetzte Zäsuren gleichzeitig öffnet. So bleiben auch prägende Sichtachsen, wie die zum Hohen Schloss, erhalten. Das große Dach wird auf diese Weise in drei Abschnitte gegliedert, die ihm, zusammen mit der spielerisch gesetzten Stützenfolge, trotz seines Volumens, eine rhythmisch-melodische Leichtigkeit verleihen. Das Dach bildet ein markantes, identitätsstiftendes Tor zum Ort und gleichzeitig ein kräftiges Gegengewicht zum Bahnhofsgebäude. Zwar werden Höhe und optisch wirksame Masse der „schwebenden Skulptur“ zunächst kontrovers diskutiert, jedoch wird die bildkräftige Großform, die – neben der Bergsilhouette – in ihrer differenzierten Abfolge unter anderem an Dachlandschaften der Altstadt oder auch Allgäuer Stadelfronten erinnert, insgesamt sehr positiv und für den Ort passend beurteilt. …. Die Gestaltung des Von-Freyberg-Parks ist maßvoll und nimmt Rücksicht auf die Grünstrukturen. Neben der gut nutzbaren Spiel- und Festwiese stellen die weiteren Gestaltungsvorschläge einen interessanten Beitrag dar. Der Park verspricht eine hohe Freiraum- und Aufenthaltsqualität. …
Insgesamt überzeigt die Arbeit durch eine geglückte Verbindung von struktureller Klarheit und Präzi-sion in der Durcharbeitung mit einem durchaus poetischen Ansatz und einem guten Gefühl für den Ort.“

Auszug aus dem Juryprotokoll
 


 
09/2019
 
– auf competitionline