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Langenbrettach | Ortsmitte

1. Preis

Städtebaulich als auch freiraumgestalterisch stellt diese Arbeit einen besonderen Beitrag dar. Die Ortsmitte wird gestärkt durch eine konsequent durchgängige Belagsgestaltung, die im Sinne eines „Shared Space“ den Verkehr optisch verlangsamt. Die Vorfahrtsregelung wird außer Kraft gesetzt und es werden gemischtgenutzte Verkehrsflächen angeboten, mit der Maßgabe, dass an allen Kreuzungen die Regelung rechts vor links gilt, dadurch wird die Aufmerksamkeit und Achtsamkeit der Nutzer die mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterwegs sind, erhöht. Die Belebung des Rathausplatzes und der angrenzenden kleineren Plätze kann somit gelingen und zu einer besseren Orientierung und Vernetzung im Ort beitragen.

 

 

Die Gliederung des Verkehrsbereiches mittels Plattenrinnen und Rinnenstreifen in den Seitenstraßen und die Pflasterung von Haus zu Haus schaffen einen offenen Charakter und stärken mehr die Platzcharakteristik. Dadurch funktioniert die Barrierefreiheit in allen Bereichen. Städtebaulich ist die Gestaltung mit den geplanten Neubauten rund um den Rathausplatz gelungen. Es entsteht eine interessante räumliche Straßentypologie durch die Aufweitung der Seitenstraßen. Die neuen Gebäude nördlich der Scheune vermitteln zwischen einer gewünschten Sichtbarkeit und Aufwertung des Schlössles und einer angemessenen Einbindung in den historischen Ortsgrundriss. Das Volumen der Gebäude könnte noch kraftvoller den Raum akzentuieren. Die angebotenen Nutzungen rund um den Lamm-. Rathaus- und Schulplatz entsprechen einem funktionierenden Ortsmittelpunkt; sie besitzen die notwendige Variabilität. Lediglich der Umbau der „Alten Scheune“ bedarf einer denkmalbezogenen Überarbeitung. Das Angebot eines kleinen Gartens erhöht deutlich die Aufenthaltsqualität im nahen Umfeld. … Die Einbindung der Mitte bis zum Kirchplatz bis hin zum Brettach, ist schlüssig entwickelt und trägt zur einheitlichen, harmonischen Gestaltung der Platzfolgen bei. Die Bushaltestelle ist barrierefrei am nordwestlichen Bereich vorgesehen. In den Innenkurven der Durchfahrtsstraßen kann aus Verkehrssicherheitsgründen kein bodengleicher Belag von Hauskante zu Hauskante ausgeführt werden. Die Materialwahl im Bereich der Fahrbahn sollte noch geprüft werden. Die dauerhafte Belastbarkeit des Pflastermaterials wird intensiv und konträr im Gremium diskutiert. Das Konzept zeigt insgesamt einen konsequenten Gestaltungsansatz auf und trägt insbesondere durch den Städtebau und die qualitätsvolle Ausgestaltung der Freiräume zur neuen Identität Brettachs im historischen Kontext bei!  Auszug Juryprotokoll

 

 

 

 

Für unseren zusammen mit löhle neubauer Architekten, Augsburg und Day & Light Lichtplanung, München entwickelten Konzeptes erhielten wir erfreulicherweise den 1. Preis.

 

06/20170