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PKH_BB

 

Pömmelte-Zackmünde, Kreisheiligtum

Auftraggeber

Salzlandkreis | Fachdienst 13 Gebäudemanagement

 

2014    Wettbewerb, 1. Preis

2014    Entwurf

2016    Fertigstellung

 

HOAI §38 LPH 1 – 9

 

ca. 4,5 ha

ca. 550.000 EUR

 

Die Kreisgrabenanlage von Pömmelte in Zackmünde  in Sachsen-Anhalt ist ein ritueller Ort, der auf das Ende des 3. Jahrtausends v. Chr. datiert wird. Nach einer umfassenden archäologischen Erkundung wurde die Anlage mit ihrem mehrschichtigen Ringwall rekonstruiert. Mit der Gestaltung der umgebenden extensiven Landschaft wurde die Rekonstruktion in der landschaftlichen Weite verankert und die touristische Erschließung inmitten der ausgeräumten Agrarlandschaft mit wenigen zurückhaltenden jedoch lesbar eigenständigen Elementen einprägsamen gesichert.

 

Ein Obsthain markiert den Zugang mit Infotafeln und Sitzgelegenheiten. Ein Band aus grünem Glasschotter führt durch den Magerrasen führt in die Tiefe. Weiße Felder markieren die Lage der erkundeten Langhäuser. Das gebrochene Glas erzeugt ein immanentes Glitzern und verweist auf die besondere Beziehung des früheren Kultortes zum Sonnenlicht. Betonbroschen erinnern in ihrer Form an die Markierung während der archäologische Erkundung und informieren mit dem eingelassenen Text über die an der Stelle jeweils aufgefundenen Artefakte. Am Ende des Weges erhebt sich die Aussichtsplattform. Dem Palisadenkreis aus naturbelassenen Robinienstämmen wird ein Würfel 8x8x8 aus gestapelten Eichenbohlen gegenübergestellt.  Oben angekommen lässt sich die landschaftliche Verortung begreifen und die Dimension der historischen Anlage erahnen.

 

 

 

Fotograf  |  Hans-Wulf Kunze, Magdeburg