menu button

RVBB

 
i

Ravensburg | Stadteingang am Bahnhof mit erlebbarer Schussen

3. Preis

 

Das Konzept wurde zusammen mit löhle neubauer architekten BDA pmbb, Augsburg und ambrosius blanke verkehr.infrastruktur GbR, Bochum erarbeitet:

 

„Mit einer überraschend urbanen dichten Haltung bieten die Verfasser eine Idee, die auf der einen Seite der historisch gewachsenen Stadt eine zukünftige Entwicklungsoption anbietet und auf der anderen Seite der Industrie eine Urbanisierung ermöglicht. Dass hierbei die Schussen in der Betrachtung vernachlässigt wird, liegt in der Logik dieser Auffassung. Es wird nicht die landschaftliche Idylle gesucht, sondern eine zukunftsfähige urbane Stadtentwicklung für diesen Ort. Auch wenn der Flussraum knapp ist, sind die Optionen der Integration in den Stadtraum noch nicht ausgeschöpft.

 

 

Die Verfasser definieren mit kräftigen Baukörpern längs der Bahn den Stadtraum gekonnt eindeutig. Für Reisende würde der Ravensburger Bahnhof durch die vorgeschlagene bandartige Verdichtung einen eindeutigen Wiedererkennungswert erhalten. Bahnhofsvorplatz, Schussenplatz und Escher-Wyss-Platz erhalten eine adäquate räumliche Fassung. Die beiden Skizzen vermitteln das von den Verfassern intendierte urbane neue Lebensgefühl. Die zweigeschossigen Unterschneidungen bieten Schutz und ermöglichen die Zugänglichkeit der vorhandenen Infrastruktur im Stadtboden. Die Fassaden bei den Schnitten können diese Absicht noch nicht unterstützen. Beide Querungen der Bahn sind richtig in das ergänzte und neu aufgebaute Stadtgefüge platziert. Der nördliche Eschersteg verbindet die beiden Plätze an der richtigen Stelle. Die bestehende Unterführung erhält auf der westlichen Seite dieselbe angenehme Öffnung. Interessant ist hier, dass die Verfasser die Verknüpfung über eine neue Brücke in das Fabrikareal suchen und so die bestehende Kantine in das urbane Gefüge integrieren. Dieser Ansatz ist zeitgemäß und kann das Image eines kreativen Bahnhofsareals positiv stärken. ……Sowohl städtebaulicher als auch monetärer Mehrwert ergänzen sich bei diesem Beitrag wechselseitig positiv. Insgesamt hat die Arbeit im Detail noch Entwicklungsbedarf. Bemängelt wird insbesondere das Fehlen eines erlebbaren Gestaltungskonzepts für die Schussen. Der einseitige Fokus auf der Entwicklung von zwei Stadtteilen westlich und östlich der Bahn, die ihre Chance in ihrer jeweiligen Historie suchen und so ihre eigene Identität entwickeln können, wird intensiv und kontrovers diskutiert.“ Auszug Juryprotokoll

 

 

 

07/2018

 

– Auf Competitionline