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Reischach | Fußgängersteg über den Reischachbach

1. Preis
 
Das zusammen mit Mayr Ludescher entwickelte Konzept zum Neubau eines Fußgängersteges und dessen landschaftliche Einbindung wurde von der Jury gewürdigt.
 
„Die Verfasser legen einen Beitrag vor, der durch seine Angemessenheit und Selbstverständlichkeit überzeugt. Die Gliederung des öffentlichen Platzes in Gastgarten und Parkplatz ermöglicht große Flexibilität in der Nutzung und schafft klar identifizierbare Bereiche. Besonders begrüßt wird hierbei die Berücksichtigung der Privatsphäre des östlichen Anwohners.

Die Sitzbänke auf den Plätzen sind richtig platziert und lenken den Blick Richtung Bach und Kirche, die versetzte Anordnung der Treppenanlangen integriert sich schlüssig und harmonisch in das Platzgefüge. Eine weitere Aufwertung wird in dem kleinen Platz am Brückenkopf gesehen, der in der Obstwiese gelegen eine völlig andersartige Atmosphäre verspricht. Es wird positiv angemerkt, dass der Ufersaum als Obstwiese mitgedacht wurde.
Durch die vorgeschlagene Modellierung der Böschung entsteht eine harmonische Gesamtsituation. Diese setzt sich in der gewählten Brückenkonstruktion fort. Sie überzeugt besonders durch die Integrität ihrer Struktur und Gestaltung. Für die Brückenkonstruktion wird eine Stahlbeton- und Spannbetonkonstruktion gewählt, die als einseitig eingespannter Einfeldträger ausgebildet wird. Der Untergurt des aufgelösten Querschnitts ist in Bogenform ausgebildet und überspannt den Bach unter Berücksichtigung des Freibords. Die vorgespannte Fahrbahnplatte wird mit einer Beschichtung versehen. Die Brückenkonstruktion überzeugt durch ihre ehrliche und filigrane Ausführung. Die Schlichtheit kombiniert mit der sinnvollen Verwendung von Baustoffen (hochfester Beton zur Querschnittsminimierung) und Bauweisen (Vorspannung zur Reduzierung der Rissbildung) überzeugt, obwohl die Herstellung als aufwändiger einzuschätzen ist als konventionelle Konstruktionen. Dennoch sind die Angemessenheit und Wirtschaftlichkeit gewahrt. Die geringe Längsneigung macht sie besonders barrierearm und wird begrüßt. Die Arbeit erfüllt in allen Teilen die Wünsche der Gemeinde und verspricht eine wirtschaftliche Umsetzung.“

Auszug aus dem Juryprotokoll
 

 
02/2019