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Castrop-Rauxel | Sprung über die Emscher

Brückenbauwerk über das Wasserkreuz
 
Im Wettbewerb zur Querung von Emscher und Emscher Kanal erreichten wir zusammen mit mayr| ludescher | partner und j2m architekten die Preisgruppe.
 
„Ein Konzept, das weit über den Entwurf einer Brücke hinausgeht. Man kann es lesen als ein Wegenetz auf Brückenebene mit Verzweigungen und Treppenabgängen, das die Landschollen über die Wasserebenen hinweg verbindet. Dies ist aus verschiedenen Gründen sehr spannend.

Städtebaulich gelingt eine gute Vernetzung und es entstehen selbstverständliche Brückenaufgänge. Die räumlichen Eindrücke sind vielfältig und die Nutzer können sich für mehrere Wege entscheiden. Das skulpturale Spiel des Brückenhorizontes und die „Abschichtungen“ zu den Wasserflächen sind fast als „Land Art“ zu verstehen. Es ist dann auch konsequent, die Stahlbrücke in die Topographie zu integrieren. […]
Die Hauptbrücke über Emscher und Rhein-Herne-Kanal besteht aus einer Rahmenkonstruktion, die unsymmetrisch aus einem auskragendem und einem einhüftigen Rahmenteil besteht. Der Querschnitt ist unsymmetrisch und erfährt insofern ungünstige Beanspruchungen, bspw. auf Torsion. Diese asymmetrische Bauweise der Querschnitte wird von Teilen der Jury als wenig effizient und unnötig kompliziert kritisiert. […] Die insgesamt drei Brückenbauwerke, Rhein-Herne-Kanal, Emscher, Zugang Emscher-Terrassen sind grundsätzlich realisierbar, jedoch könnte das Brückenbauwerk bei symmetrischer Querschnittsausbildung noch sehr viel effizienter sein.
Eine Arbeit, die grundsätzlich überzeugende Ansätze liefert und sowohl freiraumplanerisch als auch architektonisch eine hohe Qualität erwarten lässt. Sie könnte dem Ort eine unverwechselbare Identität verleihen, ist aber im Hinblick auf Materialität und Tragwerk noch zu verbessern. […]“

Auszug aus dem Juryprotokoll
 


 
04/2019