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Prien | Bahnhofsareal

Auftraggeber

Markt Prien am Chiemsee

Projektpartner

löhle neubauer architekten bda pmbb, Augsburg

  • 2013
  • Wettbewerb, 2. Preis ex aequo
  • ab 2017
  • B-Plan mit integriertem Grünordnungsplan

ca. 2,46 ha

Durch die Neuordnung des Bahnhofsareals bietet sich die Chance, die besonderen Potentiale dieses öffentlichen Verkehrsknoten herauszuarbeiten und ihn als zeitgemäßes Tor von und nach Prien wieder aus dem gesamtörtlichen Kontext heraus zu inszenieren. Vier Aspekte stehen dabei im Fokus:

Abbau der trennenden Wirkung von Hochriesstraße und Bahngelände
Synergetisches Zusammenspiel von Ortskern, Bahnhof und Busbahnhof
Nachweis der geforderten Stellplätze
Behutsame Nachverdichtung des Areals
Der Bahnhofsplatz wird als bewusst offener Platz verstanden, der vorrangig Passanten, dem Aufenthalt und der Gastronomie zur Verfügung steht. Er öffnet damit auch die Orientierung gebenden Blickbeziehungen zur Ortsmitte, zum Bahnhof und zum Busbahnhof.

Dafür wird die Hochriesstraße in diesem Abschnitt gestalterisch dem Platz zugeordnet, blickstörende Einbauten in die Seitenbereiche verschoben und die Befahrbarkeit des Platzes auf Taxis beschränkt.



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München-Riem | 4. BA Wohnen

Auftraggeber

Landeshauptstadt München vertreten durch MRG Maßnahmeträger München-Riem GmbH, München

Projektpartner

astoc Architects & Planners GmbH, Köln (Wettbewerb und B-Plan)

  • 2008
  • Wettbewerb, 1. Preis
  • ab 2009
  • Freiflächenrahmenplan, Grünordnungsplan und Umweltbericht
  • Objektplanung öffentlicher Raum

Gesamtfläche 4. BA: ca. 11 ha

Auf dem Gelände des ehemaligen Müncher Flughafens entsteht seit 1992 der neue Stadtteil „Messestadt Riem.“ Die Wohnbebauung im Südwesten des Areals bildet den vierten und letzten Bauabschnitt der Wohngebiete.
Für dessen Planung wurde auf Basis des zusammen mit ASTOC eingereichten Wettbewerbsbeitrags ein Freiflächenrahmenplan und, begleitend zum Bebauungsplan (ASTOC), ein Grünordnungsplan mit Umweltbericht erstellt.
In einem weiteren Schritt wurden im Rahmen der Objektplanung die beiden Quartiersplätze und verkehrsberuhigten Zonen sowie die Anbindung des angrenzenden Grünzugs „Achse 3“ entworfen.

Das neue Quartier ist durch seinen vielschichtigen Freiraum geprägt: durch den urbanen, öffentlichen Raum mit den Straßen und Plätzen, die privaten Gartenhöfen und die umfassenden öffentlichen Grünzüge.

Der Stadtraum soll lesbar seine Funktion als zentraler, öffentlicher und städtisch geprägter Raum für das gesamte Quartier zum Ausdruck bringen.

In einer hohen gestalterischen Qualität sollen Kommunikation, Aufenthalt und öffentliches Leben gefördert werden.

Die privaten Gartenhöfe sollen als halböffentliche / private  Aufenthalts- und Kommunikationsräume gestaltet werden. Die Gestaltung soll auch auf geteilten Baufeldern eine zusammenhängende Freiraumstruktur aufweisen.

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München-Fürstenried | Appenzellerstraße

Auftraggeber

Bayerische Versorgungskammer

Projektpartner

h4a Gessert + Randecker Architekten, München

LIN Architekten urbanisten, Berlin

  • 2017
  • Wettbewerb, Preisgruppe
  • 2018
  • Machbarkeitsstudie und Freiflächenrahmenplan, Grünordnungsplan und Umwelbericth
  • 2019
  • Konsolidierungsphase

Das Planungsgebiet im Südwesten Münchens liegt unmittelbar an der Stadtgrenze zu Neuried.

Es ist Teil der stadtbildprägenden Phase der in den 1960/-70er Jahre entstandenen Stadtentwicklung Münchens und umfasst aktuell knapp 1500 Wohnungen.

Die Baustruktur im  Planungsgebiet ist geprägt durch unterschiedlich hohe mehrgeschossige Punkt- und Zeilenbauten in einem offenen fließenden Freiraum.

Die bestehende Siedlungsstruktur soll um ca. 600 Wohneinheiten erweitert bzw. nachverdichtet werden.

Zusätzlich sollen wohnverträgliche Gewerbenutzungen, soziale Einrichtungen und differenziert gestaltete Freiflächen das Wohnumfeld aufwerten.

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Kaufbeuren | Fliegerhorst

Auftraggeber

Stadt Kaufbeuren

Projektpartner

SEP Baur & Deby Architekten, München (Stadtplanung)

Büro Kurzak (Verkehrsplanung)

  • ab 2013
  • vorbereitende Untersuchung Landschaft

ca. 230 ha

Mit der Auflösung des Fliegerhorsts Kaufbeuren im Jahr 2017 ergeben sich grundlegende Veränderungen der räumlichen und wirtschaftlichen Situation mit Auswirkungen auf die umliegenden Stadt und Region.

Durch den Abzug der Bundeswehr sind neben dem Verlust von Arbeitsplätzen auch nachteilige Konsequenzen hinsichtlich der Kaufkraft für den Einzelhandel und Aufträge für die regionale Wirtschaft zu erwarten. Andererseits ergeben sich durch den Flächengewinn für Wohnen, Gewerbe, Freizeit und Landschaft zukünftig einmalige Chancen für den Raum, der die Handlungsmöglichkeiten der Stadt erheblich erweitert.
Die Vorbereitenden Untersuchungen umfassen den Fliegerhorst Kaufbeuren mit einer Fläche von ca. 230 ha sowie das angrenzende Umfeld als Betrachtungsraum. Mit einbezogen wird die Gesamtstadt im Hinblick auf die Entwicklung von Wohn- und Arbeitsstätten sowie der erforderlichen Einrichtungen und Infrastruktur.

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Heidelberg | SRH Campus

Auftraggeber

SRH Holding, Heidelberg

Projektpartner

bogevischs buero Architekten und Stadtplaner GmbH, München

  • 2016
  • Wettbewerb, 1. Preis
  • 2018
  • Rahmenplan

ca. 16,2 ha

Herzstück des neuen Quartiers am SRH-Campus wird eine große grüne Mitte – der zentrale Park.

Der Erhalt der Bestandsbäume über weiten Rasenflä­chen schafft eine prägnante Räumlichkeit. Wegever­bindungen ermöglichen die direkte Durchquerung.

Es bieten sich vielfältige Angebote: ruhiges Sitzen und lagern, kleinere Sportangebote, attraktive pflanzliche Aspekte, erfrischendes Wasser, Naturerlebnis, Sitz­kombinationen für Kommunikation und Arbeiten im Freien sowie kulturelle Angebote.

Der Park wird durch die umlaufende Promenade ge­fasst, die gleichzeitig der Verzahnung mit den einzelnen Baufeldern dient. Vor den umgebenden Gebäuden kann sie auf die viel­fältigen Nutzungen reagieren und adäquate Zugangsbereiche schaffen. Die Promenade bildet die Hauptadresse für die an­schließende Bebauung.

Im unmittelbaren Gebäudeumfeld werden inhaltlich zugeordnete, spezifische Freiflächen angeboten: Gär­ten, Terrassen, Fitness- und Spielbereiche mit ihren je­weiligen Nutzungsmöglichkeiten.

Soweit möglich werden diese verschiedenen Frei­raumzonen untereinander und mit der Umgebung über Fuß- und Radwege vernetzt.

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Dachau | MD Papierfabrik

Auftraggeber

MD Papier GmbH

Projektpartner

trojan trojan wendt Architekten und Städtebauer BDA, Darmstadt

bgsm architekten stadtplaner, München (B-Plan)

  • 2007
  • Wettbewerb, 1. Preis
  • ab 2018
  • Rahmenplan, Grünordnungsplan mit Umweltbericht und Flächennutzungsplanänderung

ca. 18,3 ha

Durch die Konversion des MD-Geländes wandelt sich das industriell geprägte Areal der 2007 stillgelegten Papierfabrik in ein vielschichtiges und begrüntes Quartier. Die Konversion öffnet das bisher aus dem Stadtgefüge ausgegrenzte Areal der ca. 17 ha großen Industriebrache.

Seine besondere Identität erhält das Quartier künftig durch die landschaftliche Einbindung, vor allem aber durch die Umnutzung industrieller Mühlbauten und das technologische, gestalterische und räumliche Herausstellen des Wassers, mit der die industrielle Vergangenheit auch in Zukunft nachvollziehbar und erlebbar bleibt.

Es entstehen neue Freiräume und Grünverbindungen. Der Grünzug an der Amper wird gestärkt und über einen zentralen Park bis zum Platz am Mühlenforum eine durchgängige Freiraumverbindung geschaffen. Die bisher nicht gegebenen Zugänge und vernetzenden Wegeverbindungen integrieren das Gebiet in die Stadt und führen die Innenstadt über den Mühlbach bis an die Freisingerstraße heran.

So entsteht ein strukturell und funktional lebendiges Stadtgefüge, das sich in unterschiedliche Quartiere individueller Charaktere aufteilt. In ihnen überlagern sich publikumsfrequentierte, urbane und kulturelle Nutzungen, zusammen mit einem Nebeneinander von Wohnen und Arbeiten.

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Augsburg | Kobelcenter

Auftraggeber

Stadt Augsburg

  • 2001
  • Wettbewerb, 1. Preis
  • 2004
  • Städtebaulicher Rahmenplan
  • 2012
  • GOP und Umweltbericht

Ein großzügiges Bild prächtiger Bäume prägt den südwestlichen Anschluss des Kobelcenters und die dortige Stadteinfahrt entlang der Neusässer Straße.

Die vorgeschlagene Neubebauung wendet sich von der lärmintensiven Verkehrsader ab und nützt das besondere Potential des inneren Grünzugs. Als „großzügiger Vorgarten“ aufgewertet wird dieser aus seiner bisherigen Randlage befreit und optisch einladend weitgehend in die Gesamtkonzeption mit einbezogen. So trägt der Grünzug wesentlich zur individuellen Adressbildung bei und wirkt seine Erholungs- und Aufenthaltsqualität zudem attraktivitätssteigernd auf Gewerbe wie Wohnbebauung.

Zwei Akzente betonen über den Baumschleier hinaus den Ort und verweisen auf das dahinterliegende Baugebiet: ein zeichenhafter Hochpunkt am Kobelweg sowie die Aufweitung des grünen Schleiers zu einem einladenden Platz vis-à-vis der Stengstraße.

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Meissen | Domplatz

Auftraggeber

Freistaat Sachsen vertreten durch SIB, Dresden

  • 2007
  • Gutachterverfahren, 1. Rang
  • 2008
  • Entwurf
  • 2010
  • Fertigstellung

HOAI § 39 LP 1-7

ca. 3.000 qm
ca. 1,7 Mio €

FOTOS: Hans-Wulf Kunze

Mit der Revitalisierung des denkmalgeschützten Gebäudeensembles am Meißner Domberg rückte auch eine Inwertsetzung des Domplatzes unter Berücksichtigung der historischen Wertigkeit, der besonderen denkmalpflegerischen Belange, der Aufenthaltsqualität und der Gesamtattraktivität des Ortes in den Fokus der Sanierungsarbeiten.

Das betont zurückhaltende Gestaltungskonzept unterstreicht die Einheit des Platzes und den ruhigen Grundcharakter, wodurch die Gebäude in den Vordergrund rücken.

Es arbeitet mit einer aus den historischen Feldsteinen entwickelten, einheitlich durchgehenden und ruhigen Pflasterfläche. Eingelegte Pflasterrinnen zeichnen Tieflinien und gliedern die Fläche nach dem historischen Vorbild.

Gestalterische Akzente setzen die vorhandene ausladende Linde, die Neuinterpretation des historischen Brunnens sowie die neu gestalteten Gärten vor dem Zwischenbau zum Kornhaus.

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Halle /Saale | Thüringer Bahnhof

Auftraggeber

Stadt Halle /Saale

Projektpartner

Christoph Heckel, Landschaftsarchitekt, Trier

  • 1998
  • Mehrfachbeauftragung, 1. Rang
  • 2001
  • Fertigstellung

HOAI § 39 LP 2-8

ca. 6 ha
ca. 2,3 Mio €

  • 2004
  • Architekturpreis Sachsen-Anhalt | Anerkennung

FOTOS: Hans-Wulf Kunze

Der Park Thüringer Bahnhof ist ein freiräumlicher Spagat von besonderer Bandbreite:

ein Park auf dem flächigen industriellen Denkmal des historischen Güterbahnhofs,

ein Park als stimulierende Attraktion einer städtebaulichen Konversion,

ein Park als strapazierfähige Bühne aktueller Freiraumbespielung

und das mit einem vergleichsweise geringen Budget.

Entstanden ist eine robuste postindustrielle Landschaft, die aus dem Dialog zwischen historischen Schichten, den denkmalgeschützten Fabrikgebäuden und Gleisanlagen und der entstehenden Vegetation eine besondere narrative Dichte zieht.

„Der Park Thüringer Bahnhof ist eine offene Größe vor der Kulisse von ehemaliger Malzfabrik, Schlachthof, Kaffeerösterei und Zuckerraffinerie […] Er ist Vermittler, Tor zwischen Dampflokzeit und Streetkids-Time […] aus ganz Halle trifft man sich: In der Skateranlage, auf dem Kletterfelsen, in Basketballkäfigen, zum Fußball oder Beachvolleyball.“

Auszug aus Neue Landschaften, AKS 2006

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Eisleben | Schöpfungsgarten

Auftraggeber

Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt

  • 2006
  • Workshop, 1. Preis
  • 2008
  • Entwurf
  • 2009
  • Fertigstellung

HOAI § 39 LP 1-9

ca. 600 qm
ca.  110.000 €

FOTOS: Simon Menges | Hans-Wulf Kunze

Die Altstadt von Eisleben ist durch von Häuser und Mauern gefasste, geschlossene Straßenräume geprägt.

In direkter Sichtbeziehung zum sogenannten Luther-Geburtshaus, das seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, fiel ein bisher dicht bebautes Grundstück brach.

Der urbane Kontext ging verloren.

Ein „Schöpfungsgarten“ als öffentlicher Garten und Ruheraum schließt die entstandene Lücke im Stadtraum und wird in den vorhandenen Themenpfad „Lutherweg“ eingebunden.

Er wird durch eine neue semitransparente Mauer gefasst, die das örtlich Besondere aufgreift, auf den ersten Blick den tradierten Charakter einer dichten Gassen erhält und doch mit einem „Augenzwinkern“ das Innere zum Außen hin öffnet.

Im Garten zitieren ein Rasenkissen und eine Gruppe von wild-knorrigen Obstbäumen bekannte Bilder von Landschaft und „Paradiesen“.

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Rathenow | Platz der Freiheit

Auftraggeber

Stadt Rathenow

  • 2010
  • Wettbewerb, 1. Preis
  • 2010
  • Entwurf
  • 2011
  • Fertigstellung

HOAI § 39 LP 1-8

ca. 4.500 qm
ca. 350.000 €

FOTOS: Hans-Wulf Kunze

Der Gestaltungsansatz des denkmalgeschützten Platz der Freiheit aus den 50er Jahren wurde zeitgemäß neu interpretiert.

So öffnet sich der Platz nun einladend nach Norden und nimmt die übergeordneten Wegeverbindungen in Form eines präzise verlaufenden Dreiecks, das mit einer wassergebundenen Decke befestigt ist, wieder auf. Innerhalb des Dreiecks liegen locker verstreut, wie frisch verteilt, „Flugblätter“ – großformatige Aluminiumtafeln, in die unterschiedliche Textfragmente zum Thema „Freiheit“ eingraviert sind.

Die Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus erhielt ein großzügiges Passepartout mit einer organisch wogenden Skulptur aus geschnittenem Buchs und kann nunmehr über zwei neue Zugänge – nördlich und südlich angelegte Treppenblöcke – betreten und von Nahem besichtigt werden.

Die vorhandene Umwegung des Denkmals mit Natursteinplatten blieb erhalten.

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Dessau | Interkultureller Stadtpark

Auftraggeber

Stadt Dessau-Roßlau mit Stiftung Bauhaus Dessau

  • 2007
  • Beteiligungsverfahren, 1. Rang
  • 2008
  • Masterplan
  • 2012
  • Fertigstellung in mehreren BA

HOAI § 39 LP 1-9

ca. 2 ha
ca. 1,6 Mio €

  • 2013
  • Architekturpreis Sachsen Anhalt | Anerkennung

FOTOS: Hans-Wulf Kunze

Der im Kern denkmalgeschützte Dessauer Stadtpark lag von stark befahrenen Verkehrsachsen umschlossen und durch stark verwilderte Vegetation „verdeckt“ beinahe unbemerkt im Zentrum der Stadt.

Mit einem die Planung begleitenden intensiv geführten Bürgerbeteiligungsprozess zu Inhalt und Bespielung wurde der Park mental wieder in die urbane Karte der Dessauer gerückt.

Durch beherzten Vegetationsumbau, lesbare Freilegung der historischen Schichten und die im Beteiligungsprozess entwickelte Implementierung von zeitgemäßen Hot-Spots wurde die besondere Qualität des Ortes wieder herausgearbeitet und ergänzend flexibel nutzbarer Raum für die generationen- und gruppenübergreifende Aneignung ausgewiesen. Durch diese experimentelle Vernetzung eines begleitend moderierten Beteiligungsverfahrens mit künstlerischen Setzungen und klassischer Landschaftsarchitektur wurde der Park erfolgreich wieder in das räumlich-funktionelle Grid der Stadt eingebunden.