Hansestadt Greifswald vertreten durch BauBeCon Sanierungsträger GmbH
HOAI § 39 LP 1-7
ca. 4.500 qm
ca. 690.000 €
FOTOS: Hans-Wulf Kunze
Der Rubenowplatz – repräsentativer Vorplatz der Universität und grüner Treff- und Ruhepunkt in der Mitte der Hansestadt – ist einer der beiden großen denkmalgeschützten Plätze in der historischen Altstadt von Greifswald.
Seit 1856 erinnert hier das kunstgeschichtlich wertvolle und markante Rubenow-Denkmal an den Gründer der Universität.
In zeitgemäßer, leicht lesbarer Formensprache lehnt sich die Neugestaltung an die verlorengegangene frühere Lennesche Planung an.
Um das Rubenow-Denkmal weitet sich das Wegekreuz zu einem Pflasterspiegel mit locker eingestreuten Buchskugeln.
Ein bodennahes Wasserbecken wird zum meditativen Blickfang.




Stadt Freyburg /Unstrut
day & light Lichtplanung, München (Wettbewerb)
Schmitz Schiminski Nolte, Hildesheim (Umsetzung)
HOAI § 39 LP 2-9
ca. 4.400 qm
ca. 1,2 Mio €
FOTOS: Hans-Wulf Kunze
Das historische Bild der Innenstadt Freyburgs kannte innerhalb des ansonsten von Mauern gefassten Quadranten nur zwei offene, gemeinschaftliche Freiräume: den Marktplatz und den Kirchplatz. Hier knüpft die vorgeschlagene Neugestaltung an. An einen Kirchplatz als Alter Ego des Marktplatzes und an den Gerichtskellerplatz als einen per se bebauten, introvertierten Bereich.
Aus den wechselnden Standorten der Fußgängerperspektive heraus bildet die Kirche St. Marien immer den zentralen Bildmittelpunkt.
Der Fokus auf die Türme bietet notwendige Orientierung, die wechselnde Fassung erzeugt reizvolle Vielfalt. Diese Fassung wird Teil des Konzeptes: richtungweisend mit leicht ansteigender Perspektive vom Markt aus, eng fassend vom Kirchtor aus oder grün rahmend von den Weinbergen aus betrachtet.
Die Struktur und Materialität des Marktplatzes setzt sich über die Kirchgasse bis zum Kirchplatz fort.
Dieser gibt sich mit Blick auf seine frühere Nutzung als Gottesacker zurückhaltender – mit einem die Kirche rahmenden Pflasterspiegel aus vorhandenem gebrauchtem Kalksteinpflaster.
Großgrün wird zurückhaltend und nur randseitig vorgeschlagen – der Blick auf Kirche Türme und Weinberge wird räumlich begleitet, bleibt aber deutlich frei.





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Stadt Halle /Saale
HOAI § 39 LP 2-9
ca. 4.600 qm Umgriff Tiefgarage
ca. 10.000 qm Gesamtfläche
ca. 2,3 Mio €
FOTOS: Hans-Wulf Kunze
Durch unsensible Einbauten hatte der promenadenartige, stark durchgrünte Hansering im Laufe der vergangenen Dekaden viel von seinem besonderen Charakter als landschaftlich überformter Teil der ehemaligen Stadtbefestigung aus dem späten 19. Jahrhundert verloren.
Die anstehende zusätzliche Integration einer Tiefgarage bot die Chance der gestalterischen Revitalisierung des verbliebenen Restes.
Das Konzept knüpft an den noch erahnbaren‚ ‚englischen‘ Charakter des Ortes an: ein großzügiger Rasenhang, überstellt von prächtigem Baumbestand, gerahmt von gründerzeitlichen Bauten.
Die Tiefgarage wurde dezent in die Topographie integriert, das Prinzip des Rasenhanges mit Solitärbäumen aufgenommen und zur Tiefgarage hin fortgesetzt.
Eine Sockelmauer und die neu gepflanzte Lindenreihe begleiten die Promenade, frei stehende Bänke laden zum Aufenthalt ein.
Die „Flamme der Revoution“ – einziges verbliebenes Relikt des ehemaligen sozialistischen Versammlungsplatzes – bildet den skulpturalen Abschluss des Areals.






Stadt Salzburg (AT)
lintig + sengewald Landschaftsarchitekten, München
Day & Light, Lichtplanung, München
LP 1-5 + 8
ca. 7.225 qm
Das Freiraumkonzept stärkt die vorhandene, spannungsreiche Raumfolge und interpretiert sie mit hoher Aufenthaltsqualität, Klimaresilienz und Zurückhaltung neu. Der Raum wird von überbordender Ausstattung befreit und mit wenigen, präzise gesetzten Elementen akzentuiert.
Ein reduzierter Stadtboden aus regionalem Naturstein, ergänzt durch wassergebundene Intarsien, minimiert Versiegelung und CO₂-Fußabdruck. Baumquartiere dienen als Retentions- und Kühlräume, Dach- und Oberflächenwasser wird gezielt in die Vegetation geführt.
Der Bereich wird als Begegnungszone neu geordnet, motorisierter Verkehr stark zurückgenommen, Fuß- und Radverkehr gestärkt. Der Belag greift Materialität und Maßstab des Residenzplatzes auf und differenziert sich räumlich. Barrierefreie, taktile Leitlinien sichern Orientierung. Kräftige, klimaresiliente Solitärbäume gliedern Teilräume, spenden Schatten und prägen die Plätze als zukunftsfähige, denkmalverträgliche Stadträume.




MRG Maßnahmeträger München-Riem GmbH, München
großberger beyhl partner landschaftsarchitekten mbb, München (LP 6-9)
Ingenieurbüro Schönenberg + Partner, München
HOAI § 39 LP 1-9 ohne 4
ca. 5.000 qm
ca. 765.000 €
FOTOS: Thorsten Jochim
Der offen gestaltete Straßenraum in Nord-Süd-Richtung des 4. BA Wohnen Riem weitet sich zweimal zu Plätzen auf, die in unterschiedlicher Ausbildung, als eher steinerner Quartiersplatz und als stärker durchgrünter Anger diverse Aufenthaltsangebote schaffen.
Der Freiraum wird mittels aufbrechenden begrünten ‚Spalten‘ und sich emporhebenden Beton-‚Schollen‘ in ein differenziertes System aus Aufenthalts- und Aktivitätszonen gegliedert. Die ‚Betonschollen‘ erheben sich als Rampen aus dem Belag und stellen individuelle Sitz- und Spielelemente dar.
Der südliche Grüne Anger bietet neben Aufenthaltsmöglichkeiten mit Bank-Tisch Kombinationen und zwei tribünenartigen Betonschollen vor der großen Rasenfläche auch Erwachsenenspiel in Form einer Boule-Bahn an. Die Plätze werden jeweils mit einer eigenen Baumart hervorgehoben.





ARTEC Wohnbau GmbH & Co. KG
Großberger Beyhl Partner Landschaftsarchitekten mbB, München
HOAI § 39 LP 2-9
ca. 2.878 qm
ca. 1.192.000 €
FOTOS: Thorsten Jochim
Ein Ort der Begegnung und der Durchwegung gleichermaßen, gliedert sich der Quartiersplatz in ruhige, grüne Inseln, umflossen von querenden Fußgängern, Radfahrern und spielenden Kindern.
Die Inseln setzen sich topografisch leicht ab, um den ruhigen Aufenthalt zu gewährleisten. Gleichzeitig sind die einfassenden Kanten Sitzmöglichkeit, formell mit Holzlattung und Lehnen oder einfach in Beton. Überstanden mit Celtis occidentalis, als klimaresilienter Art, bieten die Flächen eine angenehme schattige Atmosphäre.
In den zwei großen Teilflächen wird der Rasen kurz gepflegt und bietet sich zum Sitzen und Liegen an oder auf einem der Bodentrampoline zu springen. Die zwei kleineren Ebenen werden als blühende Wiesen vorgesehen, um den Artenreichtum zu stärken.
In die Aufkantungen können niedrige Wandleuchten eingelassen werden um eine ausreichende Beleuchtung des Platzes, auch mit Abstand zum Straßenraum zu gewährleisten. Führung für Seheingeschränkte erfolgt parallel zur Busbucht, mit Aufmerksamkeitsfeldern zum Bus, bis zur nordwestlichen Kreuzung und wer dort nicht quert weiter nach Osten bis zur nächsten Hausfassade.





Stadt Mönchengladbach
ambrosius blanke verkehr.infrastruktur, Bochum
day & light Lichtplanung, München
rita mc bride, kunstinstallation
HOAI § 39 LP 1-9 ohne 4
ca. 8.100 qm
ca. 2,2 Mio € (ohne Kunstinstallation)
FOTOS: Claus Boeckh | Theo Titz
Mit dem neuen Sonnenhausplatz entsteht ein „urbanes Fenster“, das die bisher introvertierte Hindenburgstraße mit der südlichen Parklandschaft verbindet und die Qualitäten des grünen Stadtrandes erlebbar werden lässt.
Innerhalb des bestehenden Systems der Bewegungen und der funktionellen Bindungen wird der Platz selbst zu einem Ort der Ruhe, des kurzen Aufenthaltes und der flexiblen Bespielung.
Durch das Wechselspiel von Treppen und rampenartiger Verwindung des Stadtbodens wird trotz der vorgegeben Zwangspunkte eine nutzerverträgliche Neigung des Platzes erreicht. Vor den Gebäuden wird ausreichend Platz für gastronomische Nutzungen angeboten.
Die Ausleuchtung des Platzes erfolgt durch locker verteilte Lichtmasten mit Strahlergruppen.
Ein Kunstobjekt bildet den zentralen Blickfang.






Landeshauptstadt München
von angerer architekten und stadtplaner GbR, München in Zusammenarbeit mit Architekturbüro Zwingel Dilg, München
großberger beyhl partner landschaftsarchitekten mbb, München (LP 6+8)
HOAI § 39 LP 2-8
ca. 9.300 qm
ca. 2,1 Mio €
FOTOS: Thorsten Jochim
Die vorgegebenen funktionellen Bindungen durch Bus, S-Bahn und U-Bahn sowie die damit verbundenen Fußwegbeziehungen lassen die „Freiräume“ für eine erweiterte Gestaltung auf wenige „Inseln“ zusammenschmelzen, die auf dem Platz „treiben“.
Die Raseninsel fasst mit einer leicht erhabenen Sitzkante eine einladende Rasenfläche. Unter dem Dach der Gastronomie-Insel befindet sich – im Sichtfeld aller drei wichtigen Zugänge – das neue Kiosk-Café. Die Chill-Out-Insel bietet mit einer Tribüne aus ansteigenden Sitzstufen über der Tiefgaragen-Abfahrt und einem sporttauglichen Kunststoffbelag den neuen Jugendtreffpunkt. Ein großes Dach bildet den räumlichen Abschluss des Platzes. Seine brettartige Struktur leitet sich aus den vorhandenen Bahnhofsdächern ab und wird mit den kreisförmigen Inseln des Platzes in Form von Lichtkuppeln überlagert.






Gemeinde Magstadt
lintig + sengewald landschaftsarchitekten, Reutlingen (LP 6-9)
HOAI § 39 LP 1-9
1. BA ca. 3.300 qm
1. BA ca. 2,7 Mio €
FOTOS: lohrer.hochrein
Die öffentlichen Bereiche um die Wehrkirche werden als Platzfolge verstanden. Ein einheitlicher Belag spannt sich von Fassade zu Fassade, die verkehrlichen Belange werden darin dezent integriert und frei nutzbarer Raum für städtisches Leben, für Auslagen, Treffs und individuelle Bespielung entwickelt. Die Plätze werden im Wesentlichen von verstellenden Einbauten und Barrieren freigeräumt und in ihrem jeweiligen individuellen Charakter gestärkt.
Der obere Markt ist offen, steinern und lebt von der Zwiesprache der beiden einprägsamen Protagonisten – dem Brunnen und dem historischen Rathaus. Die Kirchmauer wird entlang der Gasse von Einbauten wie Bushaus, Stromverteilerkästen und Pflanzflächen freigestellt.
Auf dem unteren Markt erinnert eine flache, langsteckte Stufenfolge an die frühere Zehntscheuer. Sie dient zugleich subtil der lesbaren Verkehrslenkung, schafft einladende, geschützte Rückzugsbereiche auf dem Platz und erlaubt es zudem, den Stadtboden entspannter im Gefälle zu entwickeln. Neue Einzelbäume auf dem unteren Markt rahmen Blicke zur Wehrkirche und historischen Fassaden und nehmen gleichzeitig die optische Wirkung der Gebäude aus den 60er Jahren zurück.




Stadt Traunstein
Ingenieurbüro Stefanutti & Habl, Traunstein
HOAI § 40 LP 1-8
ca. 4.430 qm
ca. 3,18 Mio. €
FOTOS: Christoph Mittermüller, München
Der Platz wird als zusammenhängende, ruhige Einheit ausformuliert. Ein durchgehender Stadtboden aus hellem Granit spannt sich von Fassade zu Fassade.
Kreisförmige Baumscheiben mit variierenden Solitärbäumen, Unterpflanzungen und Belägen gliedern den Raum zu einem lichten Hain mit klar lesbaren Teilräumen. Sitzringe und reduzierte Ausstattung ermöglichen Aufenthalt und Aneignung.
Als zentrales Belebungselement ergänzt ein bodenbündiges, interaktives Fontänenfeld den Platz. Das choreografierte Fontänenfeld schafft Spiel, Atmosphäre und sommerliche Kühlung und stärkt Identität und Aufenthaltsqualität. Fahr- und Anlieferungsbereiche sind funktional und zurückhaltend integriert.





Stadt Hohenems (A)
day & light Lichtplanung, München
HOAI § 39 LP 1-3
ca. 22.000 qm
ca. 7,5 Mio €
FOTOS: Stadt Hohenems | lohrer.hochrein
Bisher bestimmten klassische Straßenprofile die Innenstadt von Hohenems. Das nun realisierte Konzept nimmt einen neuen Blickwinkel ein. Es inszeniert die besondere stadträumliche Struktur, bietet flexibel wie ansprechenden Raum für die Nutzer und integriert in diesem Rahmen eine funktionierende und doch optisch zurückhaltend verkehrliche Erschließung.
Eine Enfilade von fließend ineinander übergehenden Plätzen prägt zukünftig die Mitte. Der Stadtboden erstreckt sich Platz prägend von Fassade zu Fassade. Innerhalb dieses einheitlichen Prinzips erhalten die jeweiligen Räume ihre individuelle Noten: Die farbliche Melange des Pflasters changiert. Die Brunnenblöcke geben spezielle Nuancen. Die Bäume prägen wesentlich mit eignen Arten und der differenzierten Stellung – Solitär / Reihe / Block / Hain – den individuellen Charakter.
Das übergeordnete Verkehrsprinzip mit Begegnungszone, Einbahnstraßen und Busrichtungen wurde übernommen. Das Prinzip der Gleichberechtigung gilt für alle Verkehrsteilnehmer, seien es Fußgänger, Autofahrer oder Radfahrer. Der Fahrverkehr wird durch eingelegte Rinnen im Belag und bewusste Setzung von Bäumen und Ausstattungselementen dezent aber klar lesbar gelenkt. Der einheitliche Belag stützt das gleichberechtigte Verkehrskonzept. Mit seiner ebenen Oberfläche wird sowohl die notwendige Roll- und Gehfreundlichkeit gewährleistet wie eine anzustrebende Lärmminderung.
Der ruhende Verkehr wird in den Randbereichen verortet. Erforderliche Stellplätze und Ladezonen werden durch Markierungen auf dem Pflasterbelag gekennzeichnet können so je nach zukünftiger Bespielung flexibel z.B. für Gastronomie oder Auslagen genützt werden.




Stadt Landsberg
großberger beyhl partner landschaftsarchitekten mbb, München (LP 6-9)
day & light Lichtplanung, München
HOAI § 39 LP 2-9
ca. 10.000 qm
ca. 3,1 Mio €
FOTOS: Thorsten Jochim | Boris Storz
Die Verlegung der raumgreifenden Staatsstraße auf die Ostseite des Brunnens schafft Platz für eine Erweiterung der Fußgängerzone auf der Nord- und Westseite.
Ein einheitlicher, repräsentativ wirkender Belag spannt sich ohne große Verwerfungen ruhig zwischen den Häuserfronten auf.
Eine lichte Dachkonstruktion in der Platzmitte wird von einigen Dachplatanen überstellt und greift das historische Bild einer offenen Ratshalle auf. Die Nutzungsschwerpunkte werden dezent getrennt und gleichzeitig ein reizvoller Aufenthaltsbereich geschaffen.
Durch die großzügige Gestaltung des Platzes bleibt der Blick auf die historischen Fassaden gewahrt. Letzteren vorgelagerte Ausstattungsbänder schaffen ausreichend dimensionierte, beruhigte Vorzonen mit angemessenen Verweilmöglichkeiten.



