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Aschersleben | Eine-Grünzug

Auftraggeber

Stadt Aschersleben – Bauamt – ein Projekt der IBA Stadtumbau 2010

  • 2007
  • Entwurf
  • 2009
  • Fertigstellung

HOAI § 39 LP 1-8

ca. 2,5 ha
ca. 1,2 Mio

FOTOS: Hans-Wulf Kunze

Am Rande der südlichen Innenstadt von Aschersleben floss die Eine kaum wahrnehmbar und stark eingeengt in einer schmalen Fuge zwischen brachliegenden Gewerbeflächen. Im Zuge des Stadtumbaus bot sich die Möglichkeit, diese Flächen zu öffnen, sie neu zu ordnen und Raum für einen großzügigen Grünzug zu schaffen.

Die Ufer wurden renaturiert und innerstädtisch verträglich neuer Retentionsraum ausgewiesen.

Entlang des Wasserlaufs entwickelte sich eine neue Promenade mit verbindenden Brücken, wenigen intensiv gestalteten Aufenthaltsbereichen und weiten, flexibel bespielbaren landschaftlichen Räumen.






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Pömmelte | Kreisgrabenanlage

Auftraggeber

Salzlandkreis | Fachdienst 13 Gebäudemanagement

  • 2014
  • Wettbewerb, 1. Preis
  • 2014
  • Entwurf
  • 2016
  • Fertigstellung

HOAI § 39 LP 1-9

ca. 4,5 ha
ca. 600.000 €

FOTOS: lohrer.hochrein

Die Kreisgrabenanlage von Pömmelte in Zackmünde, Sachsen-Anhalt, ist ein ritueller Ort, der auf das Ende des 3. Jahrtausends v. Chr. datiert wird. Nach umfassender archäologischer Erkundung wurde die Anlage mit ihrem mehrschichtigen Ringwall im Jahr 2015 rekonstruiert.

Mit der Gestaltung der umgebenden extensiven Landschaft wurde die Rekonstruktion in der landschaftlichen Weite verankert und die touristische Erschließung inmitten der ausgeräumten Agrarlandschaft mit wenigen zurückhaltenden jedoch lesbar eigenständigen Elementen einprägsamen gesichert.

Ein Obsthain markiert den Zugang zum Heiligtum mit Infotafeln und Sitzgelegenheiten. Ein Band aus grünem Glasschotter führt durch den Magerrasen in die Tiefe. Weiße Felder markieren die Lage der erkundeten Langhäuser. Das gebrochene Glas erzeugt ein immanentes Glitzern und verweist auf die besondere Beziehung des früheren Kultortes zum Sonnenlicht.

Betonbroschen erinnern in ihrer Form an die Markierung während der archäologische Erkundung und informieren mit dem eingelassenen Text über die an der Stelle jeweils aufgefundenen Artefakte. Am Ende des Weges erhebt sich die Aussichtsplattform.

Dem Palisadenkreis aus naturbelassenen Robinienstämmen wird ein Würfel aus 8m langen, gestapelten Eichenbohlen gegenübergestellt.  Oben angekommen lässt sich die landschaftliche Verortung begreifen und die Dimension der historischen Anlage erahnen.






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Weingarten | Stadtgarten

Auftraggeber

Stadt Weingarten

Projektpartner

Rolf Bürhaus Freier Architekt bda, Weingarten

  • 1999
  • Wettbewerb, 1. Preis
  • 2000
  • Entwurf
  • 2004
  • Fertigstellung

HOAI § 39 LP 1-8

ca. 1,7 ha
ca. 800.000 €

  • 2005
  • „Auszeichnung guter Bauten 2005″ im Rahmen des Auswahlverfahrens für den Hugo-Häring-Preis durch den BDA

FOTOS: Carsten Gleinser-Deak | lohrer.hochrein

Durch die beherzte Neugestaltung des Stadtgartens wandelte sich das zugewachsene, verlärmte, in Teilen dicht beparkte, meist uneinsichtige und oft gemiedene Areal wieder zur gemeinschaftlichen Mitte der Stadt.

Eine Rolle, die es allein schon durch seine Lage gut zu füllen vermag.

Ein klarer Rasenteppich markiert die Mitte. Zur Bundestraße schwingt er skulptural auf, bildet Lärmschutzwall wie winterlichen Rodelhang und integriert mit natürlicher Belüftung dezent unter sich die neue Tiefgarage.

Ein baulicher Hybrid aus Cafe, zentraler Bushaltestelle und multifunktionaler Veranstaltungsfläche bildet das verbindende Gelenk zur Fußgängerzone.

In den Flanken werden die prächtigen Bestandsbäume freigelegt, sodass die historischen Villen den Park wieder visuell begrenzen. Unter den Baumkronen finden sich ein verbindender Wasserkanal, kleinere floral geprägte Rückzugsbereiche und einladende Spielkabinette.

Kunstwerke legen eine eigene, ergänzende Erlebnisebene über den Park.







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Hamburg | BallinPark

Auftraggeber

Freie Hansestadt Hamburg – Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

  • 2005
  • Entwurfsworkshop, 1. Rang
  • 2006
  • Entwurf
  • 2007
  • Fertigstellung

HOAI § 39 LP 1-6

ca. 2,8 ha
ca. 1,8 Mio

  • 2008
  • Auszeichnung Beste Projekte 1989 – 2008 des Jahrbuchs ‘Architektur in Hamburg‘

FOTOS: Hans-Wulf Kunze

Nach Rekonstruktion und Ausbau der Relikte der Ballinstadt zu einem „Auswanderer-Museum“ entstand die Notwendigkeit, auch das Umfeld des ehemaligen Auswandererzentrums inmitten eines Verkehrsknotens neu zu ordnen.

So konnten Straßen zurück gebaut werden, Freiraum um die Hallen geschaffen und das Gelände bis an das große Hafenbecken herangezogen werden.

Die markanten baulichen Strukturen des Veddel wie Brücken, Hafenbecken oder Lagerhallen bilden den Rahmen für den neuen, robusten wie schlichten BallinPark. Eine große offene Wiese ist der Mittelpunkt.

Baumhallen fassen diese beidseitig und ergänzen sie mit schattigen durchlässigen Räumen.

„Grüne Hallen“ – gefasste Birkenblöcke – erinnern im Süden der sanierten Hallen an die verschwundenen Strukturen.






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Neuhaus am Inn | Innlände – Uferpark

Auftraggeber

Gemeinde Neuhaus am Inn

Projektpartner

Wagmann Ingenieure, Fürstenzell

  • 2021
  • Wettbewerb, 1. Preis
  • 2023
  • Entwurf
  • 2024
  • BA I
  • 2026
  • BA II

HOAI § 40 LP 1-9

ca. 11,6 ha
ca. 3,8 Mio €

FOTOS: ©Hans Lichtl, HL Lichttechnik, Ruhpolding

Die erste Bauphase der Innlände markiert den landschaftlichen Auftakt zur Neupositionierung des Inn-Uferraums von Neuhaus. Vor dem Hintergrund der Hochwassersanierung der 1970er Jahre wird die besondere Landschaft gezielt aufgewertet und als identitätsstiftender Freiraum neu lesbar gemacht.

Zentrales Element ist die Renaturierung des Ehebachs: Das Profil wird geweitet, ökologisch differenziert und frühzeitig in den Inn eingeleitet, wodurch neue Biotopstrukturen entstehen und bestehende Gehölze weitgehend erhalten bleiben. Entlang des Bachlaufs führt ein neuer Fuß- und Radweg, der den Ort mit dem Innraum und Richtung Schärding vernetzt. Die Parkierung wird neu geordnet und aus den landschaftlichen Kernbereichen herausgelöst. Eine bereits installierte, zurückhaltende Beleuchtung begleitet den Weg und stärkt Sicherheit, Orientierung und Aufenthaltsqualität.

So entsteht ein selbstbewusster, landschaftlich geprägter Freiraum als Grundlage für Freizeit, Erholung und langfristige touristische Entwicklung.





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München-Riem | Grünzug Achse 11

Auftraggeber

MRG Maßnahmeträger München-Riem GmbH, München

  • 2007
  • Entwurf
  • 2008
  • Fertigstellung

HOAI § 39 LP 1-9 ohne 4

ca. 1,5 ha
ca. 780.000 €

FOTOS: Thorsten Jochim

Der schmale Grünfinger verzahnt den umgebenden Wohnungsbau mit dem südlich angrenzenden Landschaftspark.

Hecken und Sitzelemente in kalligraphischem Spiel bilden die gestalterische Grundlage, prägen ein unverwechselbares Bild und formen abwechslungsreiche Kleinräume.

Der Grünfinger weitet sich nach Süden und öffnet den Blick auf das Panorama der Alpen. An den Kreuzungspunkten der Hauptwege überstellen Eschenhaine kleine Plätze mit Aufenthalts- und Spielangeboten.

Zentrum ist der Eschenclump, unter dessen Kronen sich ein elaboriertes Seilgeflecht für Spiel und Bewegung entwickelt.