ABG Real Estate Group (Baywobau) in Abstimmung mit Landeshauptstadt München
ASTOC ARCHITECTS AND PLANNERS GmbH, Köln
ca. 49.000 qm
Der Bestand prägt drei zentrale Freiräume und stärkt die Identität des Quartiers: der ruhige Garten an der Villa als Aufenthalts- und Begegnungsort, der wilde Hain mit Bestandsbäumen, Retentionsrasen und naturnahen Spielangeboten sowie der kleine Platz an der Scheune als kultureller Aktionsraum. Ergänzt werden sie durch neue Freiräume im Norden und Süden.
Am Quartierseingang zur Englschalkinger Straße entsteht ein belebter Baumplatz mit vielfältigen Wegebeziehungen und nichtkommerziellen Aufenthaltsangeboten. Im Süden bildet ein Grünfinger einen klimatisch wirksamen Ruhe- und Spielraum; bei oberirdischer Bahn übernimmt eine modellierte Topografie zugleich Lärmschutz und Freizeitfunktion.
Grünkorridore und Baumbestände schaffen ökologische und städtebauliche Puffer. Entlang der Bahn entwickelt sich ein Biotopverbund, ergänzt durch einen Quartierspark. Durchlässige Wege, gemeinschaftliche Innenhöfe, begrünte Dächer, Retentionsflächen und der weitgehende Erhalt des Baumbestands sichern Klimaanpassung, Biodiversität und hohe Aufenthaltsqualität.



Stadt Ahaus
ca. 14.500 qm
Die Umgestaltung des Domhofs versteht sich als konsequente Fortführung der zukunftsorientierten Innenstadtaufwertung und arrondiert diese zur Ostseite. Ausgangspunkt ist das ortsprägende Ensemble von Schloss und Schlosspark, dessen historische Grundstruktur freiraumplanerisch geklärt, gestärkt und als quartiersbezogener Park neu interpretiert wird.
Der bislang rückwärtig geprägte Stadtraum wird durch Nachverdichtung mit Wohnen und Gewerbe sowie durch neue raumbildende Baukörper entlang einer differenzierten Platzfolge neu gefasst. Zwei allseitig orientierte Blöcke nehmen markante Baufluchten auf und entwickeln im Dialog mit der Geometrie des Schlossparks eine Abfolge zum Grünraum hin geöffneter Plätze und Promenaden. Erdgeschosse mit erhöhter Raumhöhe ermöglichen flexible Nutzungen, darüber entstehen vielfältige Wohnformen mit grünen Innenhöfen.
Eine verkehrsberuhigte, fuß- und radfahrerfreundliche Parkpromenade integriert Erschließung und ruhenden Verkehr dezent. Tiefgaragen werden gebündelt und landschaftlich überformt, Belichtung und Belüftung sind gestalterisch eingebunden. Sitzstufen, Spiel- und Aufenthaltsangebote, Wasserspiegel sowie baumbestandene Wiesen verknüpfen Park und Stadt zu einem zusammenhängenden, klimaaktiven und lebendigen Stadtraum.


Stadt Kenzingen
ca. 9.500 qm
Der Rossmarkt wird vom heutigen, räumlich diffusen Freiraum zu einem prägnanten urbanen Ort mit klarer Adressbildung und hoher Aufenthaltsqualität transformiert. Als grünes Pendant zur steinernen Hauptstraße ergänzt er die Abfolge öffentlicher Räume der Innenstadt und stärkt den Freiraum als gemeinschaftlichen Erfahrungs- und Begegnungsraum.
Durch behutsame städtebauliche Nachverdichtung entstehen neue Raumkanten, Wohnangebote und eine lebendige Quartiersstruktur. Zwei Solitäre – neue Mühle und Stadtscheune – fassen den Rossmarkt und nehmen historische Bezüge auf. Nutzungsdurchmischte Erdgeschosse, betreutes Wohnen und Loftwohnungen beleben den Ort. Der ruhende Verkehr wird in einem Mobility-Hub gebündelt und durch Car-Sharing ergänzt, das Quartier als verkehrsberuhigter Bereich mit einheitlichem, ebenflächigem Belag ausgebildet.
Eine fein abgestufte Abfolge von Plätzen und Gassen schafft Orientierung und Vielfalt. Das Freiraumkonzept schärft die vorhandenen landschaftlichen Qualitäten und entwickelt ein differenziertes Angebot aus intensiven Stadtgärten, extensiven Zirkelgärten und einem naturnahen Elz-Park, der Stadt, Wohnen und Flussraum zu einem zusammenhängenden, grünen Stadtraum verknüpft.


Stadt Chemnitz, Stadtplanungsamt
löhle neubauer architekten bda pmbb, Augsburg
ambrosius blanke verkehr.infrastruktur, Bochum
Eingespannt zwischen Mühlenstraße/Brühl und Straße der Nationen entwickelt sich eine modulare Struktur, die Schritt um Schnitt in arrondierten Teilquartieren weiter nach Norden entwickelt werden kann.
Mühlenstraße/Brühl und Straße der Nationen bilden zusammen mit den jeweiligen West-Ost Stichen das tragende, leiterartige Wegegrid.
Hauptlast des Verkehrs liegt in den Nord-Süd Achsen, die West-Ost Achsen werden in ihrer Barrierewirkung abgemildert und optisch Teil der Freiraumfolge.
Öffentliche, grün geprägte Freiräume unterschiedlichster Couleur bilden die jeweilige Mitte dieser Teilquartiere und formen im Zusammenspiel ein einladendes grünes Band.
Die begleitenden Ränder werden verdichtet und verstärkt mit „in die Tiefe führenden“, belebenden öffentlichen Nutzungen ausgestattet. Die seitlichen Baufelder haben eher ergänzende / verstärkende Funktion und werden als in sich geschlossene Quartiere entwickelt. Stadthallenareal und Umfeld SIB-Gebäude werden als eigene Teilquartiere Teil dieser Gesamtabfolge.


Gemeinnütziges Siedlungswerk GmbH, Frankfurt
osterwold°schmidt Ex!Pander Architekten BDA, Weimar
ca. 19.000 qm
Nach der endgültigen Einstellung des Brauereibetriebs im Jahr 2011 soll das Brauereigelände einer neuen standortverträglichen Nutzung – insbesondere dem Wohnen zugeführt werden.
Die Freiflächen stützen das Konzept der zwei Welten von rahmender Fassung und innerem Kern.
Die ergänzte fassende Blockrandbebauung führt die tradierten Elemente von repräsentativem Vorgarten und rückwärtigem Gemeinschaftsgarten fort.
Im Inneren entwickelt sich zwischen den Mauern- und Terrassenrelikten eine postindustrielle Landschaft. In industrielle Reliktbeläge eingelegte verbindende Platzflächen, vegetative Pufferzonen, gemeinschaftliche Landschaftsintarsien, private Gartenfelder, einladende Spielzonen und inszenierte Retentionsbereiche entwickeln ein unverwechselbares melangiertes Freiraum-Pattern von hoher innerer Durchlässigkeit, einladender Aufenthaltsqualität und eigenständiger Bildprägung.
Der vorhandene Baumbestand ist weitgehend integriert. Die inneren Platz- und Wegeflächen können für Anlieferung befahren werden, sind aber ansonsten Fußgängern und Radfahrern vorbehalten. Die erforderlichen TG Zufahrten sowie Feuerwehrzufahrten und Aufstellflächen sind unscheinbar in das in das innere Pattern integriert.


Stadt Weißenburg
löhle neubauer architekten bda pmbb, Augsburg
ca. 2 ha
Die Konversion des Areals entwickelt sich aus drei Aspekten:
Der Funktion als Gelenk – als eigenständige wie verbindende Platzfolge vor der Altstadt
Der Lage im historischen Grüngürtel – Wohnen und Arbeiten „im Park“
Sowie der tradierten, eigenständigen architektonischen Besetzung des Ortes, die schon aus der bisherigen Nutzung des Ortes stammt.
„Geschlossen zum Verkehrslärm – geöffnet zum einfließenden Park.
Ein baulicher Rücken begrenzt das Areal zur stark befahrenen Eichstätter Straße. Fugen öffnen sich und führen die Besucher auf den dahinter liegenden öffentlichen Platz. Die vorhandenen Bauten werden integriert und in dem Rhythmus von Linie und Punkt fortgeführt.
Baufelder unterschiedlicher Körnung und Höhe lagern sich um den inneren Platz. Durch breite Grünkorridore ‚“fließt“ die Parklandschaft mit ihren prächtigen Bäumen bis weit ins Gelände und umspielt die Bauten. Der Blick erstreckt sich weit nach Süden und unterstreicht das Gefühl von „Wohnen und Arbeiten im Park“.



Magistrat der Stadt Wien
ca. 4 ha
Das vorgefundene Areal versprüht einen individuellen, charmant unaufgeräumten Charakter voll dynamischen Umbruchs, systemimmanenter Fragilität, erstaunlicher Maßstabsprünge, lesbarer Brüche, historischer Vielschichtigkeit und bemerkenswerter gestalterischer Vielfältigkeit.
Auf dieser Gemengelage baut das vorliegende Konzept auf, schreibt den Städtebau collagenartig fort und entwickelt daraus das Konzept für den zukünftigen Stadtpark.
Die vorgefunden freiräumlichen Einheiten, Rest-Freiräume, Plätze, Korridore, Gärten, Urban Gardens oder bereits realisierte Parkabschnitte bilden das Grundgerüst des neuen Parks. Gleich einer Collage werden diese Bilder erneuert, ergänzt und unter der Dynamik der übergeordneten Verflechtungen und Internodien neu zu dem verbindenden größeren Parkbild komponiert.
Flächen mit offenen Strukturen, gebundene Elemente, die unterschiedlichen Ebenen des Aneignens und Miteinander werden ebenso wie die zeitlich gestufte Realisierung des Gesamtensembles Gerüst bildende Teile der gesamten Collage. Durch die Collage der Freiraumelemente werden die steinernen Plätze und Korridore netzartig mit den grünen Park- und Gartenlandschaft verflochten.


Stadt Bamberg
pesch partner Architekten Stadtplaner GmbH
R+T Verkehrsplanung GmbH, Darmstadt
ca. 190 ha
Als historische Gärtnerstadt prägen die typischen Gärtnerviertel das Bamberger Stadtbild und das Bewusstsein ihrer Bürger.
Mit der Konzeptionierung der neuen Gartenstadt wird diese Prägung neu interpretiert und zukunftsfähig weiterentwickelt.
Der große Umfang des Bearbeitungsbereiches wird durch einzelne Viertel, die sich um unterschiedlich charakterisierte Freiräume und urbane Plätze gruppieren, ablesbar.
Der Grünboulevard zum Hauptmoorwald bildet das Rückgrat des gesamten Bereichs und dominiert das Freiraumgefüge mit einem Kieferndach.
Er vernetzt diverse Parks und Plätze, wird von Krautäckern begleitet und führt über Aussichtspunkte in die Landschaft.


Ortsgemeinde Altenrhein (CH)
baumschlager eberle Architekten GmbH, Lustenau
Der Dorfplatz greift als zentrale Mitte auch über die Straße und lässt die Ortsmitte damit auch für den Autofahrer spürbar werden. Die Fahrbahn wird lediglich durch Entwässerungsrinnen markiert.
In Materialität und Bepflanzung greift der Platz die Rheinmündung und das Bodenseeufer auf, mit „gebundenem Kies“ und überstellt mit Clumps aus knorrigen Weiden mit zarten, silbrigen Blättern. Im gebundenen Kies stehen locker angeordnete Sitzhölzer wie Treibholz und auch der Belag gliedert sich ergänzend mit locker dahintreibenden Schollen aus großformatigen Platten.
Die Baumstandorte werden sauber aus dem Belag herausgestanzt und mit offenem Kies bedeckt.
Zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität wird ein Brunnen unter die zentrale Weidengruppe gesetzt. In Anlehnung an eine Gneisquelle lässt sich hier spielen, dem Wasser lauschen oder einfach nur dem Wasser zusehen.
Die Wohnhäuser stehen in grün geprägten Privatgärten mit einzelnen Obstbäumen. Gegenüber dem gemeinsam zugänglichen Wiesen und Freiflächen werden die Erdgeschoßterrassen mit Schnitthecken oder am Platz mit Stampfbetonmauern geschützt.
Neben der Aufenthaltsqualität am Platz als Treff für alle Generationen wird ergänzend im geschützten Quartiersinneren ein Spielplatz angeboten. Im Osten wäre bei Bedarf ergänzend Grabeland für die Wohnungen anbietbar.
Ein dichtes Netz an Fußwegen und teilweise auch befahrbaren Wegen vernetzt das zentrale Quartier mit seiner Umgebung. Der Platz ermöglicht theoretisch eine Durchfahrung nach Norden, die Haupterschließungszufahrt für die nördlichen Gebäude wäre jedoch von Osten.
